Ablauf der Überführung

Eine internationale Überführung beginnt mit Standort und Zielort, nicht mit einer vollständigen Dokumentenmappe der Angehörigen. Nach der ersten Bestätigung wird das Fahrzeug disponiert. Es folgen Passübergabe, Prüfung und Ausstellung der erforderlichen Unterlagen sowie die Fahrt zur vereinbarten Übergabestelle. Jeder Schritt erhält einen verantwortlichen Ansprechpartner und einen dokumentierten Status.

  • Rückmeldung innerhalb von 10 Minuten
  • Dokumentenprüfung innerhalb von 24 Stunden
  • Ankunft im Zielland in der Regel innerhalb von 48 Stunden

Auf einen Blick

Prozess
5 definierte Schritte
Startangaben
Standort und Ziel
Angehörigenunterlage
gültiger Reisepass
Zielzeit
24 h Dokumente / 48 h Ankunft

1. Auftrag und Mindestangaben

Der Vorgang wird mit zwei Ortsangaben eröffnet: Wo befindet sich der Verstorbene, und wohin soll die Überführung erfolgen? Ergänzend werden Einrichtung, Ansprechpartner und Todesart soweit bekannt aufgenommen. Diese Angaben reichen für die erste Machbarkeits- und Routenprüfung.

Professionelle Auftraggeber können zugleich die Leistungsgrenze definieren. Ein deutsches Bestattungsunternehmen kann beispielsweise bis zur Abholung verantwortlich bleiben, während Fenjer Bestattung Transport und Übergabe im Zielland koordiniert.

2. Disposition des Fahrzeugs

Nach der ersten Bestätigung wird ein Fahrzeug der Route zugeordnet. Die Angehörigen müssen nicht parallel anreisen. Für die Disposition werden Abholfenster, Zufahrt, Kontaktperson und Freigabestatus der aufbewahrenden Einrichtung festgehalten.

3. Übergabe des Reisepasses

Der gültige Reisepass des Verstorbenen ist die zentrale Unterlage, die von der Familie benötigt wird. Die Übergabe ist zugleich ein Identifikationsschritt. Name, Geburtsdaten und Dokumentennummer müssen mit den Sterbeunterlagen übereinstimmen.

4. Dokumente des Ausgangs- und Ziellandes

Die Ausgangsseite bestätigt Tod, Todesursache, Freigabe und die Voraussetzungen für die Ausfuhr. Die Zielseite prüft den Grenzübertritt und gegebenenfalls die Bestattung. Welche Behörde zuständig ist, hängt vom Land und teilweise vom Bundesland, Kanton oder der Kommune ab.

Es wird dokumentiert, welche Unterlage vorliegt, welche noch aussteht und wer sie ausstellt. Diese Statusliste ist für Kliniken, Bestatter und Versicherer aussagekräftiger als eine pauschale Aussage, der Vorgang sei „in Bearbeitung“.

5. Transport und Übergabe

Nach Freigabe wird die bestätigte Straßenroute gefahren. Die Übergabe erfolgt an der vorab benannten Stelle und wird mit Ansprechpartner und Zeitpunkt abgeschlossen. Änderungen des Zielorts während der Fahrt müssen darauf geprüft werden, ob Dokumente oder Route angepasst werden müssen.

Zeitachse eines regulären Falls

ZeitpunktErwarteter Status
Stunde 0Auftrag, Standort, Ziel und Ansprechpartner bestätigt
bis Stunde 24reguläre Dokumente geprüft beziehungsweise ausgestellt
bis Stunde 48Übergabe im Zielland bei planmäßigem Verlauf

Die Zeitachse gilt als Planungsziel bei natürlichem Tod. Sie beginnt nicht automatisch mit dem Todeszeitpunkt, sondern mit vollständigen Mindestangaben und der Freigabefähigkeit des Falls.

Häufige Fragen

Was wird beim ersten Anruf abgefragt?

Benötigt werden Standort des Verstorbenen, gewünschter Übergabeort, Aufbewahrungseinrichtung, Todesart soweit bekannt und eine erreichbare Kontaktperson.

Müssen Angehörige mit dem Fahrzeug reisen?

Nein. Fahrzeugdisposition und Fahrt werden unabhängig von der Reise der Angehörigen geplant. Persönliche Anwesenheit ist nur dort erforderlich, wo eine Stelle sie ausdrücklich verlangt.

Wann wird der Reisepass übergeben?

Die Übergabe wird vor Ort oder an einem vereinbarten Punkt dokumentiert. Der Pass dient der eindeutigen Identifikation und der behördlichen Bearbeitung.

Was passiert bei einer nicht natürlichen Todesursache?

Der Vorgang wartet auf die Freigabe der zuständigen Ermittlungs- oder Justizbehörde. Erst danach kann die Abholung verbindlich terminiert werden.

Wo kann die Übergabe im Zielland erfolgen?

Mögliche Übergabestellen sind ein Friedhof, ein örtliches Bestattungsunternehmen, eine Kühlstelle, eine Klinik oder eine ausdrücklich vereinbarte Adresse.

Sind 24 und 48 Stunden garantiert?

Sie sind Zielzeiten für reguläre Fälle nach natürlichem Tod. Behördenzeiten, Obduktionen, Infektionsschutz, Feiertage oder fehlende Freigaben können die Gesamtdauer verändern.

Route und Rückruf anfragen

Wir melden uns rund um die Uhr innerhalb von 10 Minuten.